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Arnis

 

Modern Arnis - was ist dremyswordaas ?

Arnis ist eine philippinische Kampfkunst, ein weicher Stil.

Und: Arnis ist ein homogenes Selbstverteidigungssystem.

Das sind viele andere Kampfsportarten auch. Aber: Im Arnis lernen wir Bewegungsabläufe mit einem Stock kennen. Und wenn wir diese Bewegungsmuster gelernt haben, können wir sie - das ist das Besondere am Arnis - auf Gegenstände des täglichen Lebens übertragen. Kugelschreiber, Buch und Handtuch, Schuh, Gürtel oder Zeitung sind dann für uns in der Selbstverteidigung sinnvolle Hilfsmittel.

Arnis ist also kein Stockkampf , sondern ein viel umfassenderes System. Auch waffenlos funktionieren die Techniken nach den gleichen Bewegungsmustern. Das können die meisten anderen Systeme nicht. Wer also erkannt hat, daß man nur eine begrenzte Zahl von Reflexen schulen kann, hat den ersten Schritt zum Arnis schon getan.

Und wie ist Arnis entstanden ?

Die Philippinen sind vor vielen Jahrhunderten von Seefahrern aus dem südostasiatischen Raum besiedelt worden. Diese brachten ihre heimatlichen Kriegskünste mit. Über lange Zeit entwickelte sich ein besonderer Stil, dessen erstes prominentes Opfer Ferdinand Magellan war, der 1521 von Häuptling Lapu Lapu  mit Arnis-Techniken ins Meer zurückgedrängt wurde. Unter spanischer Besatzung wurde das Arnis-Training verboten. Die Filipinos “verpackten” die geschmeidigen Arnis- Techniken in ihre Volkstänze und konnten so unter den Augen der folklorebegeisterten Spanier ihre Kampfkunst trainieren. Über Jahrhunderte wurde Arnis im Geheimen geübt, Väter gaben die Technik an ihre Söhne weiter. Erst nach dem zweiten Weltkrieg haben die Brüder Remy und Ernesto Presas die vielen unterschiedlichen Stilelemente zu einem einheitlichen System zusammengefaßt, das den Ansprüchen an ein modernes Selbstverteidigungssystem gerecht wird. Der Vater des Modern Arnis, Großmeister Professor Remy Presas hat den Deutschen Arnis Verband (DAV) bis zu seinem Tode im August 2001 persönlich betreut. Auf seinen Seminaren hatten unsere Mitglieder die Gelegenheit, diese faszinierende Kampfkunst auch aus erster Hand kennenzulernen. Heute ist der DAV bemüht, philippinische Experten des Modern Arnis für Lehrgänge in die Bundesrepublik einzuladen.

Im Modern Arnis ist der Stock die am häufigsten benutzte Waffe. Im klassischen Arnis wird der Stock durch Schwert oder Machete ersetzt. Unsere Oberstufenschüler lernen auch den Umgang mit verschiedenen Messern und die waffenlose Verteidigung gegen diese Waffen, genau wie die Abwehr von Baseballkeulen und Stahlketten.

Neben der Vermittlung technischer Fähigkeiten steht für uns aber der Versuch im Vordergrund, gefährliche Situationen möglichst gewaltfrei aufzulösen, also ohne körperliche Auseinandersetzung. Erst wenn das nicht gelingt, soll die Arnis- Technik schnell, wirksam, ohne Schnickschnack eingesetzt werden. Dazu bietet Modern Arnis nach unserer Auffassung eine der faszinierendsten Lösungsmöglichkeiten an.

 

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Die Besonderheiten des Modern Arnis

Eine Spezialität des Modern Arnis sind “split second disarming technics”, blitzschnelle Entwaffnungstechniken, die man so vielfältig und effektiv wohl in keiner anderen Kampfkunst findet.

Die schnellen Befreiungstechniken hingegen gibt es auch in anderen Systemen. Unsere Spezialität ist aber die Übertragung des Bewegungsmusters auf die verschiedensten Situationen. Ob waffenlos, mit Handtasche, Schirm oder Zeitung - der Bewegungsablauf bleibt unverändert.

Im Mittelpunkt des Modern Arnis steht der Einsatz von Gegenständen des täglichen Lebens in der Selbstverteidigung. Da die Bewegungsmuster für den Einsatz des Stockes, eines Kugelschreibers, eines flexiblen Gegenstandes oder waffenlos fast identisch sind, gelingt es uns, die Zahl der notwendig zu trainierenden Automatismen sehr gering zu halten.

Linkshänder ? Kein Problem ! Wir wollen ausgebildete Bewegungsgewohnheiten nicht zurückbilden. Also trainieren Linkshänder unsere Bewegungsmuster mit links. Allerdings ist ein Ziel unserer Ausbildung, beide Hände (wozu haben wir sonst zwei ?) möglichst gleichberechtigt einzusetzen.

Mit unseren Doppelstocktechniken, den Sinawalis, kann schon der Anfänger drei Techniken pro Sekunde (!) schlagen. Fortgeschrittene bringen es auf sechs bis acht Techniken in der Sekunde, wortwörtlich “eindrucksvoll” für jeden Angreifer.

Wer einmal gesehen hat, wie Arnis-Kämpfer vor sich eine “Wand” aus Wirbeltechniken aufbauen, weiß: Da gibt es kein Durchkommen.

Rückenprobleme, kaputte Gelenke ? Für Akrobaten sind andere Sportarten besser geeignet. Selbstverteidigung muß aus dem Stand und bis ins Alter funktionieren. Dafür  macht Arnis ein gutes Angebot.

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Interview mit Radio NORA: auf’s Foto klicken

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